«Über 175'000 Menschen folgen der Destination Davos Klosters in den sozialen Medien.
Rückblick Kommunikationsabteilung
Medienreisen: Das letzte Geschäftsjahr war kommunikativ von einem grossen Jubiläum geprägt: 100 Jahre «Zauberberg». 2024 wurde Thomas Manns von Davos inspirierter Jahrhundertroman 100 Jahre alt. Gemeinsam mit Graubünden Ferien wurden eine Gruppenpressereise sowie mehrere individuelle Recherchen zu dem Thema durchgeführt. Insgesamt waren 16 deutsche Journalistinnen und Journalisten vor Ort, und es entstanden über 70 redaktionelle Publikationen, die einem Medien-Äquivalenzwert von über 2 Millionen Franken entsprechen. Das Interesse an Thomas Mann ging sogar so weit, dass Medien über das grosse Medienecho berichteten. Ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig klassische Medienarbeit für die Destination und wie wertvoll die Themenvielfalt von Davos Klosters für die Kommunikation ist.
Social Media – Video und Employer Branding im Fokus: Über 175'000 Menschen folgen der Destination Davos Klosters in den sozialen Medien. Und es werden immer mehr: Die grössten Wachstumsraten verzeichnen TikTok (+26% Follower) und YouTube (+20.5% Follower). Die Content-Strategie der Destination setzt deshalb weiter stark auf Bewegtbild. Auf Facebook hingegen stagnieren die Zahlen, der separate Bike-Account wurde daher in den Destinations-Account integriert. Für einen guten Social-Media-Mix bleibt Facebook aber wichtig – insbesondere um ältere Zielgruppen zu erreichen. Bereits im Sommer 2024 wurde der Betrieb des X-Kanals sistiert und nach einer halbjährigen Beobachtungsphase schliesslich aufgegeben. Die frei gewordenen Ressourcen werden für die Präsenz auf der stark wachsenden Business-Plattform LinkedIn (+9.8% Follower) genutzt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass das Thema Employer Branding zunehmend an Wichtigkeit gewinnt und LinkedIn ein wichtiges Instrument für die Rekrutierung von neuen Talenten ist.
Nächste Schritte in der Omnichannel-Kommunikation: Im Sinne einer integrierten Kommunikation werden die Botschaften der Destination Davos Klosters über alle vorhandenen Kommunikationskanäle orchestriert. Eine wichtige Massnahme hierzu war der Relaunch der Destinations-Website Ende letzten Jahres. Äusserlich nur sanft wahrnehmbar, hat er die Content-Landschaft im Hintergrund dahingehend umgestaltet, dass mehrere Kommunikationskanäle aus einem zentralen Topf mit Inhalten bespielt werden können. Durch die Segmentierung von Benutzerangaben können Inhalte – etwa in unserem Gäste-Newsletter – künftig zudem noch besser auf einzelne Empfängerinnen und Empfänger zugeschnitten und automatisiert werden. Der Grundstein hierfür wurde mit unserem neuen CRM-System gelegt.
«Die USA gehört nun
zu den Top-5-Märkten (neben Schweiz,
Deutschland, England, Niederlande).»
Rückblick Marketingabteilung
Die Destination Davos Klosters ist in über 20 Ländern und Regionen mit Marketing- und Sales-Aktivitäten präsent. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden umfangreiche Tests für den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bereich Video unternommen. Vielversprechend sind beispielsweise die verbale Aufzeichnung von Präsentationen für Reiseveranstalter in Deutsch mit anschliessender KI-Übersetzung in die Zielsprache (z.B. Chinesisch) oder Video-Werbung auf YouTube in verschiedenen Landessprachen. Durch Kosteneinsparungen in der Produktion können die Media-Budgets erhöht werden.
Aufbau der Landwasserwelt: Im Herbst 2023 wurde die überarbeitete Destinationsstrategie vom Verwaltungsrat genehmigt. Aus Marketingsicht sind der beibehaltene Fokus auf das Sportangebot sowie die Stärkung der Fernmärkte – Individualgäste im Sommer sowie Skigäste aus den USA – zu nennen. Entsprechend kümmerte sich das Product Management intensiv um den Aufbau der Landwasserwelt (Lancierung Juni 2025) in enger Kooperation mit der Rhätischen Bahn, Bergün Filisur Tourismus und den weiteren Projekt-Investoren. In Zusammenarbeit mit Davos Klosters Mountains wurden Packages ausgearbeitet, die den Berg als Ausflugsziel promoten. Mit interessierten Reiseveranstaltern/Landoperators wurden Verträge abgeschlossen mit dem Ziel, in der Sommersaison 2025 erste Gruppen in Davos zu begrüssen.
Neue Märkte im Fokus: Die Märktepriorisierung wurde auf Basis der Destinationsstrategie angepasst. So gehören die USA nun zu den Top-5-Märkten (neben Schweiz, Deutschland, England, Niederlande). Bei den Entwicklungsmärkten (Greater China, Southeast Asia, Middle East) gab es kleine Verschiebungen zugunsten von Saudi-Arabien und Taiwan. Einige Highlights aus den internationalen Märkten umfassen die Intensivierung der Winter-Vermarktung (mit Fokus Ski) in den USA sowie eine 6-wöchige Reise nach Asien und in den Mittleren Osten, bei der über 400 Kontakte gepflegt werden konnten. Schweiz Tourismus brachte zudem über 120 Reiseveranstalter aus Südostasien, Europa und Brasilien für je 3 Tage nach Davos Klosters. Eine Kooperation mit dem bekannten norwegischen Freeride-Magazin «FriFlyt» beinhaltete unter anderem die Produktion eines Freeride-Films, der auch im benachbarten Schweden für Video-Werbung genutzt wurde.
«Davos Sledgends: Über 250 Teilnehmende, 5 Kilometer Naturstrecke, ein spektakuläres Schlittenrennen der Extraklasse!»
Rückblick Eventabteilung
Die wichtigste Aufgabe der Abteilung Sport und Events lag 2024/25 darin, sportliche Top-Events, innovative Formate und Angebote zu einem stimmigen Gesamterlebnis zu verbinden – und Davos damit als sportliche, dynamische, offene und gastfreundliche Destination zu präsentieren.
Besonders hervorzuheben ist die Bike Revolution, die vom 28. bis zum 30. Juni 2024 zum zweiten Mal in der Destination gastierte. Die nationale Mountainbike-Serie brachte neben internationalen Spitzenfahrerinnen auch zahlreiche Hobbysportler und Nachwuchstalente nach Davos. Im Zentrum stand das Gemeinschaftserlebnis: Der Event war Anziehungspunkt für 20 Nationen und knapp 800 Teilnehmende, bot Streckenanpassungen sowie ein ausgeprägtes Rahmenprogramm mit Skills-Parcours und Bike-Shows unter anderem mit Tom Oehler. Internationale Ausstrahlung geniesst auch Davos X-Trails. 2024 waren erneut über 2'500 Teilnehmende aus 50 Nationen am Start.
Neue Formate und Zielgruppen: Einen ganz anderen Akzent setzte der Davos Sledgends am 8. März 2025 auf dem gesperrten Flüelapass. Über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lieferten sich auf der fünf Kilometer langen Naturstrecke einen spektakulären Wettkampf. So löste das wohl einzigartigste Schlittenrennen der Schweiz erneut ein grosses Medienecho aus. Die Begeisterung und die Kreativität der Teilnehmenden trugen zum Erfolg bei. Besonders innovativ ist auch das Konzept des Red Bull Bob Cup, der kurz darauf über die Bühne ging: Der Schlittelevent, bei dem verschiedene Content Creators (16 Influencer und Influencerinnen) gegeneinander antraten, wurde über das Live-Streaming-Videoportal Twitch vom Bolgen in Davos in die ganze Welt übertragen und erreichte eine besonders junge Zielgruppe.
Gästeprogramm bleibt attraktiv: Einen weiteren Schwerpunkt bildete auch 2024/25 wieder das vielseitige Gästeprogramm, das seit Jahren fester Bestandteil des touristischen Angebots in Davos Klosters ist. Ob informative Themenwanderungen, spannende Familienaktivitäten oder inspirierende kulturelle Erlebnisse: Das Programm erfreut sich grosser Beliebtheit und bietet Gästen jeden Alters unvergessliche Momente. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird das Angebot jährlich überprüft, überarbeitet und gezielt erweitert. Erklärtes Ziel ist es, ein stets aktuelles, attraktives und abwechslungsreiches Programm bereitzustellen, das die Erwartungen unserer Gäste erfüllt und gleichzeitig neue Impulse für den Aufenthalt in Davos Klosters setzt. Auf besonders grossen Anklang stiessen im letzten Jahr die neu eingeführten Aktivitäten GPS Tracking und die Besichtigung der Rötali-Manufaktur Christoffel.
«Trotz steigender Anforderungen konnten wir 7% mehr Logiernächte für die Destination Davos Klosters generieren.»
Rückblick Davos Congress
Nach den positiven Entwicklungen der letzten Jahre war die Zuversicht in der Branche gross, dass es ein weiteres Wachstum im Kongressbusiness geben wird. Dennoch zeigten sich neben den Chancen auch viele Herausforderungen: die allgemeine Inflation für Dienstleistungen und Waren, der zunehmende Wettbewerb und der Wunsch der Veranstalter, mehr Leistung für einen gleichbleibenden Preis zu erhalten. Dabei erhöhten sich die Anforderungen an die Veranstaltungstechnologie immer weiter, während die Preise für technologiebezogene Investitionen und die Lohnkosten stiegen. Deshalb haben wir unsere Dienstleistungen regelmässig adaptiert, um uns diesen Herausforderungen zu stellen und die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen. Die Anwerbung und Bindung von Mitarbeitern war selbstverständlich ein wichtiges Thema. Auch die Verkaufs- und Marketingstrategien wurden regelmässig überarbeitet. Sie richteten sich vermehrt an neue Kongress-Segmente und an Veranstalter aus Übersee sowie an neue strategische Partner. Während die Anzahl der eintägigen Veranstaltungen gegenüber dem letzten Geschäftsjahr etwas zurückging, wurden trotz der zeitweiligen Sperrung des Hauses B attraktive neue Kongresse mit einer grossen Teilnehmerzahl akquiriert. Dadurch konnten 7% mehr Logiernächte für die Destination Davos Klosters generiert werden als im Geschäftsjahr 2023/24.
Zentrale Projekte, Neuerungen und Investitionen: Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden einige wichtige digitale Projekte im Kongressbereich aufgegleist. Die seit vielen Jahren zuverlässig arbeitende Veranstaltungssoftware musste den neuesten Bedürfnissen der mobilen Kommunikation und des Yield Management angepasst werden, um mehr Logiernächte über die eigenen Buchungskanäle zu generieren und effizienter arbeiten zu können. Das neue KI-Übersetzungstool konnte nun bei mehreren Kongressen getestet und vermietet werden. Das Tool unterstützt bis zu 50 Sprachen, ist einfach zu bedienen und die automatisierten Übersetzungen sind im Vergleich zu herkömmlichen Übersetzungsdiensten kosteneffizienter.
Die Vorbereitungen für das Projekt zur Sanierung der Beleuchtung im Kongresszentrum wurden gestartet. Das Vorhaben beinhaltet zunächst den Ersatz der bestehenden Leuchtkörper durch LED-Leuchten, den Ersatz der Steuerungseinheiten und Bedienterminals. Neben einer markanten Energieeinsparung wird dies auch die Lichtqualität verbessern und eine individuelle Lichtatmosphäre für jeden Raum ermöglichen.
«Erfreulich ist, dass die Nachfrage nach persönlicher Beratung vor Ort zugenommen hat – ein klares Zeichen für den Wert menschlicher Nähe in einer zunehmend digitalen Welt.»
Rückblick Gästeberatung
Das Geschäftsjahr 2024/25 war geprägt von zwei neuen Anpassungen, die innert kurzer Zeit eingeführt wurden. Sowohl die Anpassungen der inkludierten ÖV-Leistungen der Gästekarte als auch die Einführung eines kostenpflichtigen Loipenpasses haben zu deutlich erhöhtem Informations- und Erklärungsbedarf geführt. Trotz erhöhtem Reklamationsdruck konnten wir dank unseres Teamgeistes die Ruhe bewahren und konsequent liefern. Wir können mit Stolz behaupten, dass wir 96% aller einkommenden Anrufe entgegennehmen konnten.
Optimierte Servicequalität und Stärkung der Fachkompetenz: Im abgeschlossenen Geschäftsjahr haben wir unsere Beratungsprozesse gezielt weiterentwickelt: Mit verlängerten Öffnungszeiten sichern wir die Abdeckung zusätzlicher Stosszeiten. Parallel wurde das gesamte Team in der Gästetaxe vertieft geschult. Ziel war es, dem Gast eine umfassende Beratung aus einer Hand zu bieten. So sind die Abläufe schlanker und die Servicequalität für den Gast ist höher.
Erfreulich ist, dass die Nachfrage nach persönlicher Beratung vor Ort zugenommen hat: Der Anteil der Schalterkontakte lag im Geschäftsjahr 2024/25 bei 36.7% (Vorjahr: 32.4%). Dies ist bemerkenswert in einem Umfeld, in dem immer mehr Prozesse digitalisiert angeboten werden. Die Zahl sagt vielleicht auch aus, dass komplexe und sensible Anliegen weiterhin eine unmittelbare, menschliche Klärung benötigen.
Erfolgreiche Neugestaltung Info-Nachmittag: Zur besseren Wissensvermittlung gegenüber Leistungsträgern und Frontmitarbeitenden haben wir die halbjährlichen Info-Nachmittage überarbeitet. Neu setzen wir auf Kleingruppen mit thematischen Stationen und passendem Rahmenprogramm. Dies erhöht die aktive Beteiligung und wirkt sich positiv auf die Wissensübertragung aus. So geben wir unser Know-how gezielt weiter und der Gast erhält vor Ort alle wesentlichen Informationen in seiner Unterkunft.
Fazit: Durch die Optimierung unseres Dienstleistungsangebots konnten wir sowohl unser eigenes Wissen aufbauen als auch die Servicequalität für den Gast optimieren. Erfreulich ist, dass wir vor Ort in beiden Informationsbüros weiterhin die persönliche Anlaufstelle stärken konnten und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern praxisnäher vertiefen durften. Diese Grundlagen wollen wir beibehalten und weiter konsolidieren.